Für Ärzte & Ärztinnen

Um Ihnen als verordnende Ärzt*innen die Arbeit zu erleichtern unterstützen wir Sie gerne bei allen Fragen zur Heilmittelverordnung für Ergotherapie (Heilmittelvordruck Muster 18). Ergotherapie kann sowohl von Ihnen als Allgemein- als auch Fachärzt*innen verschrieben werden.

Um auf häufig gestellte Fragestellungen zur Budgetierung  sowie zu notwendigen Änderung- und Ergänzungsbedarfe nach den Heilmittelrichtlinien einzugehen erlaube ich mir folgende Hinweise:

Im Krankenhaus tätige Ärzt*innen dürfen Ergotherapie für gesetzlich Versicherte unter Angabe des Entlassungsdatums und der speziellen Kennzeichnung „Entlassmanagement“ verordnen. Diese Verordnungen werden nicht auf den Regelfall angerechnet. Die Verordnungsmenge ist dabei entsprechend für einen Zeitraum von bis zu sieben Kalendertagen nach Entlassung zu bemessen. Beispielsweise bedeutet 3 x pro Woche, dass von uns 3 Behandlungseinheiten geleistet werden dürfen. Die Verordnung muss von innerhalb von 7 Tagen nach Entlassung begonnen werden und spätestens nach 12 Tagen abgeschlossen sein. Alle nicht durchgeführten Therapieeinheiten verfallen.

Die Zuordnung der Diagnosen zu den ergotherapeutischen Indikationsschlüsseln ist nicht immer einfach, zumal die Auflistung im Heilmittelkatalog nicht vollständig ist. Wir erstellen gerne einen Heilmittelkatalog konformen Verordnungsvorschlag, mit dem drohende Regresse vermieden werden sollen und der uns die reibungslose Abrechnung durch die gesetzlichen Kostenträger erlaubt. Eine korrekt ausgefüllte Verordnung trägt auf auf beiden Seiten dazu bei, zusätzliche Arbeit zu vermeiden.

Seit 2017 besteht die Möglichkeit Budget entlastende Verordnungen auszustellen. Das heißt, ein Antrag auf langfristigen Heilmittelbedarf entfällt sofern die Ihre Diagnose bzw. eine Kombination von Diagnosen in der Liste für langfristigen Heilmittelbedarf und der Liste für besondere Verordnungsbedarfe aufgeführt ist. Sofern eine Diagnose nicht aufgeführt ist kann weiterhin ein Antrag bei der KV gestellt werden. Ein positiver Bescheid wird nicht auf Ihr Budget angerechnet.

Verordnungen für Beihilfeberechtigte können sowohl auf dem Verordnungsvordruck für Ergotherapie Muster 18 als auch auf einer Privatverordnung erfolgen. Hier bitten wir um Angabe der Behandlungsmaßnahme wie bei gesetzlich Versicherten, d.h. motorisch-funktionell, sensomotorisch/perzeptiv, neuropsychologisch orientiertes Hirnleistungstraining oder psychisch-funktionell sowie der Einschränkung der / des Patient*in, die ebenfalls im Heilmittelkatalog formuliert sind.

Für Privatversicherte im Basistarif erbitten wir eine Verordnung auf Muster 18, da diese im Heilmittelbereich den gesetzlich Versicherten gleichgestellt sind.

Herzlichen Dank dafür!